Geheimnisvolles Flugzeug auf dem Schuldach

 

Am 11.12.1941 stürzte um 15.30 Uhr eine Do 215 der 2. Wettererkundungsstaffel des Oberbefehlshabers der Luftwaffe  auf die von-Richthofen-Schule in Leegebruch. Das Flugzeug mit der Kennung T5 NC war zu einem Übungsflug auf den Flugplatz Oranienburg vom Gelände der Versuchsstelle für Höhenflüge gestartet und stürzte aus unbekannten Gründen auf das Dach der Schule, wo sie nach einem Überschlag liegen blieb. Das ausgefahrene Fahrwerk durchbrach die Decke der oberen Etage. Zwei Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod. Ein weiterer überlebte diesen Absturz, er soll sich dabei die Zunge abgebissen haben, die ihm später wieder angenäht wurde. Zum Glück war zu dieser Zeit kein Unterricht in der Schule, so dass weiter niemand zu Schaden gekommen ist.

Das Flugzeugwrack wurden mit einem kleinen Kettenfahrzeug vom Dach gezogen. Jahrzehnte nach diesem Unglück konnte man noch immer eine Delle im Dachstuhl erkennen.

 

 

 

Wettererkundungsstaffel war nur eine Tarnbezeichnung für das Kommando Rowehl, das u.a. Fernaufklärungsflüge über Gebiete durchführte mit denen sich Deutschland noch nicht im Krieg befand. So führte das Kommando Rowehl vor dem 22.06.1941 Fernaufklärungsflüge über der Sowjetunion durch.

 

Oberst Rowehl wohnte während des Krieges in der Waldsiedlung in Lehnitz im Kiefernweg. Die Waldsiedlung in Lehnitz bei Oranienburg war eine Art Wohnpark für Offiziere der Versuchsstelle für Höhenflüge. Dort wohnte u.a. Hauptmann Gartenfeld, Major Knemeyer und Hauptmann Götz.